Veränderung ist sexy! Warum wir Angst davor haben und wie sie unser Sexleben rettet

Weißt du, was Veränderung und Sex gemeinsam haben?
Beides macht uns nervös – aber wenn du dich traust, wird’s richtig gut.
Stell dir vor, du stehst an der Schwelle zu etwas Neuem – Herzklopfen, Gänsehaut, ein bisschen Angst, aber auch Neugier. Genau so fühlt sich Veränderung an. Und weißt du was? Genau das hat sie mit Sex gemeinsam.
Viele bekommen ja schon Schweißausbrüche, wenn das Wort Veränderung fällt. Wir Menschen lieben Routinen, Sicherheit, Vorhersehbarkeit. Und genau darin liegt das Paradoxe: genau das, was uns sicher fühlen lässt, hält uns oft davon ab, lebendig zu sein. Denn Stillstand ist der Tod von Entwicklung – und auch von Leidenschaft.
„Lieber bekanntes Unglück als unbekanntes Glück.“
Aber weißt du was? Ich liebe Veränderungen! Bevor ich dazu mehr aus dem Nähkästchen plauder, schauen wir uns erstmal kurz an, wie Veränderung unser (Sex)Leben und unsere Beziehungen beeinflusst:
1. Unser Gehirn liebt Sicherheit.
Wir neigen dazu, Dinge so zu lassen, wie sie sind. Denn unser Gehirn überschätzt die Risiken und unterschätzt die Chancen. Studien zeigen jedoch, dass Veränderungen langfristig mehr Möglichkeiten schaffen, als sie Risiken bergen. Genau deshalb bleiben so viele Menschen im Hamsterrad – weil sie Sicherheit mit Zufriedenheit verwechseln.
2. Angst vor Fehlern.
„Was, wenn ich scheitere?“ – diese Frage hat sich jeder schon einmal gestellt. Die Angst vor dem Unbekannten ist oft stärker als die Vorfreude auf das Neue. Doch das, was sich als Angst zeigt, ist meist nur unser Schutzsystem. In Wahrheit hält uns Angst davon ab, lebendig zu sein und macht unser Leben komplizierter, als es sein müsste. Also bleiben viele lieber in ihrer kuscheligen Komfortzone – aus Angst, die Kontrolle zu verlieren.
3. Die Komfortzone ist ein Trugschluss.
Neues zu wagen heißt, kurzfristige Bequemlichkeit gegen langfristiges Wachstum zu tauschen. Wer das trainiert entwickelt eine Art Komfortzonen-Muskel, der mit jeder Herausforderung wächst. Je größer deine Komfortzone, desto größer dein Selbstvertrauen. Das wirkt sich direkt auf dein Liebesleben aus und erhöht Lust und Intimität.
„Veränderung ist kein Risiko. Veränderung ist Wachstum. Sie fordert dich heraus, ehrlich zu dir zu sein. Sie konfrontiert dich mit Angst, aber sie schenkt dir auch Freiheit.„
Routine? Nein, danke!
Ich erinnere mich noch genau: 17 Jahre alt, zwei Koffer, Tränen im Hals – und das Gefühl, dass ich gerade in ein völlig neues Leben springe. In die USA. Ohne Plan, ohne Ahnung, mit mehr Mut und Naivität als Englischkenntnissen. Ich wusste nur: Da draußen wartet etwas auf mich. Und obwohl ich damals emotional und kulturell oft überfordert war, hat genau dieses Sprung-ins-Kalte-Wasser-Gefühl mein Leben geprägt. Es war der Beginn meines Vertrauens ins Leben.
Seitdem bin ich 19 Mal umgezogen, habe in verschiedenen Ländern gelebt, 55 Länder bereist (meistens als Female Solo Traveler), bin dem Tod einige Male entkommen und habe unzählige neue Dinge ausprobiert – und mich immer wieder neu erfunden. Mein Leben würde ein komplettes Abenteuerbuch füllen.
Ich war nie der Typ für „mal sehen, ob ich das kann“. Ich bin eher so: Ich mach’s einfach. Das wird schon. Oder wie Alf (ja, dieser braune flauschige Außerirdische) so schön sagte:
„Nur, weil ich etwas nicht kann, heißt das nicht, dass ich es nicht tue“
Dieses Motto hat mich durchs Leben getragen und tut’s immer noch.
Ich bin etliche Male reingesprungen ins Abentuer. Ohne Garantie. Ohne Sicherheitsnetz. Oft wurde ich belächelt: „Du weißt ja gar nicht, was du willst.“ oder „Das kannst du doch gar nicht“
Aber jedes Mal habe ich etwas über mich gelernt: dass ich (fast) alles kann, solange ich vertraue – mir selbst und dem Leben. Und dass diejenigen, die mich belächelt haben, nie den Mut hatten irgendwas in ihrem Leben zu verändern und bis heute in ihrem Hamsterrrad gefangen sind.
Egal, Was passiert, es geht weiter. Und auf diesem Weg sammle ich Erfahrungen, Erkenntnisse und Fähigkeiten, die meine Komfortzone so sehr erweitert haben, dass ich mich manchmal fühle, als würde ich in einem Ozean voller Möglichkeiten schwimmen. Und das ist großartig!
In einem meiner alten Tagebücher fand ich neulich den Satz: „If it scares you but at the same time excites you, then do it.“

Vom Leistungssport zur Selbstwahrnehmung
Viele Jahre lang war mein Leben Leistung. Ich war Profiathletin – mein Leben bestand aus Disziplin, Ehrgeiz und darum, „die Beste“ zu sein. Aber tief im Inneren suchte ich etwas anderes: Anerkennung. Ich wollte gesehen werden, wollte beweisen, dass ich gut genug bin.
Diese körperliche Veränderung hat mich äußerlich stark gemacht, aber innerlich leer gelassen. Erst als ich verstanden habe, dass ich meinen Körper nicht länger bestrafen brauche oder als Projekt behandeln muss, hat sich alles verändert.
Heute trainiere ich, um mich zu spüren. Nicht, um zu performen. Ich bewege mich, um lebendig zu bleiben. Ich höre auf meinen Körper, auf meinen Atem, auf jede Zelle. Und genau dadurch hat sich auch mein Sexleben verändert. Wenn du nämlich lernst, dich in deinem Körper wirklich zu fühlen und ihn zu lieben für das, was er dir gibt, verändert das alles – nicht nur, wie du dich bewegst, sondern auch, wie du Lust empfindest, Nähe zulässt und dich hingibst.
Veränderung & Sexualität – Was wirklich passiert
Wenn wir Veränderung vermeiden und in unserer kuscheligen Komfortzone sitzen bleiben, dann passiert Folgendes:
- Unsere Beziehung stagniert.
- Der Sex verliert Spannung.
- Die Lust verschwindet.
- Das Selbstwertgefühl sinkt.
- Energie und Wohlbefinden nehmen ab.
- Der Stress steigt – durch unterschwellige Unzufriedenheit.
Willkommen im Teufelskreis.
Veränderung ist unbequem, ja. Aber genau darin liegt ihr Wert: Wenn du bereit bist, dich zu verändern – emotional, mental und körperlich – begibst du dich auf eine Reise des Wachstums.
Veränderung bringt Energie zurück in deinen Körper. Sie macht dich wacher, offener, sinnlicher.
Veränderung in der Sexualität bedeutet nicht, plötzlich alles anders machen und die krassesten Sachen ausprobieren zu müssen. Es bedeutet, dich selbst wieder zu erforschen und dich zu fragen: Was will ich wirklich? Wie fühlt sich mein Körper heute an? Wo wünsche ich mir mehr Tiefe oder Leichtigkeit?
Jede Veränderung beginnt immer bei dir, in deinem Kopf, aber sie entfaltet sich im Körper. In Bewegung. Im Atmen. Im Fühlen.
Du stärkst dein Selbstvertrauen und entfachst deine Leidenschaft neu. Du hältst nicht länger an alten Mustern fest, sondern wirst neugierig – auf dich selbst, auf deinen Partner, auf neue Formen von Nähe und Intimität.
Viele Paare kommen zu mir, wenn Routine das Feuer gelöscht hat. In den meisten Fällen ist es nicht zu spät. Die Glut ist noch da – sie muss nur neu entfacht werden. Das braucht Mut: Mut, sich zu zeigen, Neues zu wagen, alte Glaubenssätze loszulassen. Denn auch Sexualität ist ständig in Bewegung – körperlich und emotional.
Wenn du beginnst, an dir zu arbeiten – durch Training, durch bewusstes Atmen, durch Präsenz – verändert sich automatisch dein sexuelles Erleben. Körper, Geist und Lust sind keine getrennten Systeme. Sie tanzen zusammen.
Was regelmäßige Veränderung mir wirklich beigebracht hat
Ich habe gelernt, dass Veränderung kein Neustart ist – sondern ein Upgrade. Aehnlich wie ein Hausanbau. Mit jeder größeren Veränderung erweitere ich mein Haus um ein neues Zimmer.
Meine größte Veränderung war, Vertrauen zu lernen – mir selbst, dem Leben, dem Prozess. Dieses Urvertrauen gibt mir Freiheit. Und diese Freiheit ist die Grundlage für echte Intimität – mit mir selbst und mit anderen.
Veränderung ist für mich heute kein Sprung ins Ungewisse mehr. Sie ist wie das kalte Wasser, das dich beim Eintauchen kurz schockt, aber danach erfrischt, wach macht und lebendig fühlen lässt.
Was früher wehgetan hat, ist heute höchstens ein blauer Fleck. Denn alles ist in Bewegung. Wer festhält, bleibt irgendwann stecken.
Veränderung ist kein Risiko – sie ist dein Weg zu dir selbst
Wenn du lernst, dich in deinem Körper wieder zu spüren – im Sport, in der Bewegung, im Sex – dann merkst du, dass Veränderung nichts Bedrohliches ist, sondern pure Lebendigkeit.
Wenn du spürst, dass in deinem Leben, deinem Körper oder in deiner Beziehung gerade etwas in Bewegung kommen darf – dann lass uns reden.
👉 Buche dein Coaching-Gespräch – ob für Körper, Sex oder beides – und entdecke, wie Veränderung sich anfühlt, wenn du sie bewusst gestaltest.
Denn Veränderung fühlt sich besser an, wenn du sie nicht alleine angehst.
